Webdesign – wo geht es hin

Der Minimalismus ist tot. Es lebe der Funktionalismus! Wie werden Webseiten im Jahr 2011 aussehen?

Da Google inzwischen auch die Inhalte von Flash-Filmen erfassen kann, könnte wieder eine Flut neuer Flash-Seiten kommen. Allerdings boykottiert Apple diese Richtung mit seiner Absage an Flash.

Aktuelle Webseiten sehen im Idealfall auf den unterschiedlichen Plattformen vom PC bis zum Smartphone gleich aus. Das fördert nicht nur den Wiedererkennungswert, sondern hilft auch bei der einheitlichen Content-Pflege.

Bei allen Vorteilen, die Smartphone-Apps bringen, räume ich vernünftigen mobilen Webseiten die größeren Chancen ein. Deren Pflege und Updates sind einfacher, schneller und kostengünstiger zu realisieren als die Erneuerung einer App.

Die Betonung liegt dabei auf „vernünftig“. Das Problem mobiler Webseiten ist in der Regel der vergleichsweise geringe Platz. Einige User steuern auch mit dem Handy immer die normale Webseite an, weil sie dort genau wissen, wo welche Inhalte zu finden sind. Das klingt freilich nicht nach einer optimalen Usability.

Wer alle Inhalte seiner Webseite auch im mobilen Einsatz für unverzichtbar hält, sollte sein Webangebot unter die Lupe nehmen. Das Bauchgefühl hilft bei der Wahl des Partners, Autos und manchmal auch des Jobs. Bei der Analyse der Inhalte und Benutzerströme sind konkrete Zahlen gefragt. Ein Blick in die Webanalysedaten zeigt, welche Inhalte mobile User ansteuern und welche Inhalte die wichtigsten sind – und nur die sollten dort zu finden sein!

Die Elemente

Die horizontale Navigation wird weiter um sich greifen. Immer mehr Anbieter werden auf die vertikal angeordneten Menüs verzichten. Immer weiter wachsende Seitenbreiten der Displays machen das möglich. Auffällig ist der Rückgang bei den vertikalen Pop-up-Menüs. Hier geht der Trend deutlich in Richtung dauerhafte Einblendung, die keinen Content überdeckt. In diesem Zusammenhang wird es mit Sicherheit vielerorts eine zweite Navigationsebene geben. Mehr als zwei Ebenen sind jedoch unpraktisch. Alternativ gehen die Navigationen mit dem User mit.

Sehr viel versprechend ist der Ansatz in einer einzigen dynamischen Navigationsleiste alle Inhalte der jeweiligen Rubrik anzuzeigen. Das erste Element links entspricht dabei dem Home-Button. Er führt je nach Auslegung eine Ebene höher oder zurück auf die Startseite. Wechselt der User  von der Startseite zum Beispiel in den Bereich Produkte zeigt die Navigation alle Produktkategorien an. Alle anderen Navigationspunkte bis auf den Home-Button werden ausgeblendet. Damit verschwindet die Navigation an den oberen Rand und gibt den Inhalten mehr Platz.

Appisierung

Weiter an Wichtigkeit gewinnen wird eine funktionale Suche. Demzufolge wird sie in vielen Angeboten präsenter werden. Aber auch eine gewisse funktionale Aufrüstung ist nötig. So werden die Suchschlitze verstärkt mit Autosuggest-Lösungen à la Google Instant aufgepeppt.

Alle klickbaren Elemente auf den Webseiten werden dies künftig noch stärker kommunizieren. Icons werden etwas größer ausfallen als bisher, reine Textlinks werden dagegen seltener. Weitere Neuerungen sind mit den neuen Browserversionen zu erwarten.

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