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Gipfelstürmer | Experiment [dah]

Gipfelstürmer

Tag vier bereits und noch kein einziger Gipfel erklommen. So kann es nicht bleiben. Am Vorabend wurde noch bis weit in die Nacht hinein diskutiert, welches Ziel lohnender wäre. Am Morgen fiel dann eine endgültige Entscheidung.

Angeboten hatte sich die Nordseite des Toblinger Knoten. Auch weil ich ihn tags zuvor ausgelassen habe. Auch der Alpinisteig mit immerhin 1.150 Höhenmetern stand auf der Merkliste, wurde jedoch aufgrund seiner prognostizierten Wanderzeit von acht bis zehn Stunden gestrichen. Überhaupt stand uns mehr der Sinn nach alpinistischen Herausforderungen, ohne sich jedoch stundenlang durch den Hochwald – schlimmsten Falls sogar über schon bekannte Wege vorzukämpfen. Folglich fiel die Wahl auf eines der verheißungsvollsten Abenteuer: die Sextener Rotwand.

Die Seilbahn führt von Bad Moos 600 Meter zur Rudihütte auf 1.900 Meter hinauf. Damit erspart man sich Einiges, denn die Kräfte lassen sich später noch gut anderweitig verwenden. Der Gamssteig ist für den weiteren Aufstieg nicht annähernd so interessant wie der Weg über die Rotwandköpfe und den Wurzbach und vorbei am Prater. Hier darf der Fels auch gern mal angefasst werden.

Die Rotwandspitze selbst bietet zwei Aufstiegsmöglichkeiten, wovon der hintere, der bessere, weil leichter zu bewältigende ist. An Tagen mit vielen Wanderern empfiehlt sich ein Helm, da sich die Steine auf den schuttigen Pfaden leicht lostreten. Ein Experiment zeigte jedoch, dass schon ein mittlerer Stein von zwanzig Zentimetern Durchmesser auf wenigen Metern Gefälle derart an Fahrt gewinnt, so dass ein Treffer einen zumindest teilweise zerreißen würde – egal ob der Kopf dabei von einem Helm geschützt wird. Für den Abstieg über alte steile Leitern können auch Gurt und Seil Sicherheit geben, denn die besonders abhängigen Wege sind mit Stahlseilen gesichert. Anfassen geht aber auch. Fehltritte sollte man jedoch tunlichst vermeiden, denn jenseits von 2.500 Metern sind die steinigen Hänge recht rutschig. Der Ausblick nach schweißtreibender Arbeit ist jedoch grandios. Zweifellos im Herbst noch etwas schöner, da dann die Sicht noch viel klarer und damit weiter ist.Wanderkarte-Rotwand

Nach dieser Tour und einer Mahlzeit auf der Rotwandwiesenhütte, nahmen wir an diesem Nachmittag noch eine (Tor-)Tour in Angriff. Ziel sollte das großflächig beworbene Freiluft Museum zum ersten Weltkrieg in den Sextener Dolomiten sein. Der Weg dahin wäre für sich genommen nicht sehr anstrengend, wäre da nicht das in den Beinen steckende Tagesziel Nummero eins. Um es vorweg zu nehmen: Das Museum enttäuscht. Allein schon aufgrund der mangelnden Informationen zu den Wegmarken. Zu sehen ist auch nicht viel – schon weil man nicht genau weiß, worauf man eigentlich zu sehen hat. Der Aufwand mit dem Schießscharten und Deckungen in den Berg geschlagen wurden, vermag dann doch zu erstaunen.  Doch ohne jegweder Dokumentation ist das Abwandern verschiedener Abschnitte nur schwer etwas abzugewinnen. Insbesondere, wenn die Sonne drückt und die Temperatur die 30-Gradmarke anpeilt.

Fazit: Die Ausblicke waren super. Die Wege anspruchsvoll aber nicht zu lang und das Museum ist der Rede nicht wert.

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