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Bahn, du kannst es nicht | Abseits [dah]

Bahn, du kannst es nicht!

Wer regelmäßig die Bahn als Reisemittel einsetzt, hat seinen Frieden mit der Welt gemacht, mit pampigen Zugbegleitern, streikenden Lokführern, Selbstmödern, defekten Zügen und den kruden Ausreden. Aber welche infernalischen Strategen haben den bloß ermittelt, dass Sommer die beste Zeit ist, um in ganz Deutschland die Gleise von den Schwellen zu reißen?

Dass sich Züge verspäten, verdient keine Erwähnung. Auf Langstrecken wird daraus aber manchmal ein Kampf gegen die Uhr. Ein Beispiel: In München mit angekündigten zehn Bahn-Minuten (in Echtzeit rund 40 Minuten) Verspätung gestartet, reduziert der eifrige Lokführer den Rückstand bis Hannover auf unter zehn Minuten realer Zeit – laut Bahnzeit also quasi pünktlich.

Leider sorgt das Missmanagement in der Fahrdienstleitung dafür, dass der unplanmäßige planmäßige Anschluss um wenige Augenblicke verpasst wird. Dieser Anschlusszug war ohnehin ein DB-Überraschungsei , denn der fuhr ja nur zu so merkwürdiger Zeit – und im Übrigen als Ersatzzug eines Entlastungszugs -, da eine Baustelle auf der Route die Fahrzeit verdoppelte. Dumm nur, dass im Falle des Verpassens zunächst nur die Wartezeit von dreißig Minuten noch einmal verdoppelt wird.

Dem eintretenden Gefühl allmählicher Müdigkeit kann auch die zehnmalige Ankündigung einer weiteren Verspätung  keinen Widerstand leisten. Immerhin bleibt vor der Weiterfahrt genügend Zeit, um weiteren Reiseverlauf zu studieren. Wer die Bahn fahren lässt, hat den Eindruck, in Orte verschleppt zu werden, die nur auf Wunsch der Bahn in kartographisches Material eingetragen wurden. Überaus charmant bieten die Zugbegleiter umstandshalber den zweitklassigen Reisenden am Abend die Zeitungen des Tages mit ein paar Süßigkeiten an. Die kriegen die Premiumzugfahrer auch und den Playboy noch dazu – dumm, wer ihn zuvor im Hannoverschen Zeitungskiosk erstanden hat.

Immerhin der Zug ist inzwischen so leer, dass man problemlos die verrauschte Musik aus dem Bordunterhaltungsangebot laut mitsingen kann, käme nicht ab und an der gutaussehende Erste-Klasse-Service vorbei, um mehr Zeitungen, Zeitschriften, Schokolade oder Bier auf dem Tisch abzulegen. Also lasse ich mein Twitter-Konterfei  ein paar satte Flüche in Richtung @DB_Bahn-Account los und schaue auf @DB_Info nach, welche Überraschungen mein Reisemittel noch auf Lager hat. Im Übrigen macht Ihr das nicht schlecht – besser ist nur noch der inoffizielle @deutschebahn-Account: „+ + + Offizielle Erklärung zum Auslassen des Wolfsburger Bahnhofs: ‚Wolfsburg zu gefährlich für unsere Kunden‘ + + +“

 

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